Ich glaub´, ich steh´ im Wald

05.10.2017

Neue Arbeitsplätze für Menschen mit komplexen Hilfebedarf. Am 19.09.2017 um 13 Uhr wurde eine neue Einrichtung für Menschen mit komplexen Behinderungen eröffnet: die dritte Dezentrale Werkeinheit der Werkstätten der AWO Dortmund GmbH in Kooperation mit Bethel.regional an der Dellwiger Straße 240 a.

Den beiden Trägern ist es wichtig, auch für Menschen mit schwersten und mehrfachen Behinderungen einen bedarfsgerechten Arbeitsplatz anbieten zu können, der ihren Möglichkeiten und Bedürfnissen entspricht.

Um inklusionsfördernde Angebote zu schaffen, sind sie gemeinsam einen neuen Weg gegangen mit der Entwicklung von lebensweltnahen, sogenannten „dezentralen, Arbeitseinheiten“ gefördert durch den LWL. Das bedeutet, dass Menschen mit komplexen Behinderungen nicht in einem Heim oder einer hochspezialisierten Anlage arbeiten, sondern in einem kleinen Gebäude. Durch den kleinen überschaubaren Rahmen passt sich das System der Werkstatt an die Menschen an und nicht umgekehrt.

Sie arbeiten in den Räumen des ehemaligen AWO Ortsvereins Lütgendortmund, Haus Kunterbunt, direkt am Waldrand. Deshalb hat die Werkeinheit auch das Schwerpunktthema Wald gewählt.

Der günstig gelegene Standort am Rande des Volksgartens Lütgendortmund bietet in und um das Haus Kunterbunt herum 12 MitarbeiterInnen mit hohem Unterstützungsbedarf eine Vielzahl an Arbeitsmöglichkeiten.

Der Arbeitsprozess beinhaltet naturpflegerische Aufgaben, aber auch naturnahes, kreatives Gestalten. So werden beispielsweise waldbezogene Deko-Artikel hergestellt. Die erlebnis- und waldpädagogischen Angebote können von den MitarbeiterInnen als sinngebende Tätigkeit erlebt werden. Sie gestalten den Arbeitsprozess nach ihren Fähig- und Fertigkeiten mit und können teilhaben am gesellschaftlichen Leben.