Eigenanteil bei stationärer Pflege begrenzen!

13.05.2019

Absichern, nicht verunsichern!

„Nehmen Sie Pflegebedürftigen nicht das letzte Hemd, Herr Spahn!“ – so lautet die zentrale Forderung einer Aktion, mit der sich die AWO für eine gerechte Finanzierung der Pflege stark macht. Die AWO hat im Frühjahr bereits über 74.000 Unterschriften für eine entsprechende  Petition gesammelt. Jetzt geht es darum, dass daraus ein neues Gesetz wird. Sonst steigt der Eigenanteil, den die Bewohner oder deren Angehörige für die Pflege bezahlen müssen, ungebremst. Immer mehr Menschen können sich das nicht mehr leisten.

Wer sich gemeinsam mit der AWO für ein neues Gesetz stark machen möchte, das eine Begrenzung des Eigenanteils regelt, kann auf der Internetseite des AWO-Bundesverbandes die eigene Geschichte erzählen und die AWO wissen lassen, was Ihre Forderungen sind:

https://www.awo.org/eigenanteil-begrenzen

Die Kampagne läuft bis Mitte Juni. Denn das Thema soll am 24. Juni im Petitionsausschuss des Bundestages debattiert werden. Allerdings gibt es Gegenwind aus dem Bundeskabinett. Gesundheitsminister Jens Spahn will verhindern, dass der Eigenanteil begrenzt wird.

„Wir halten es für ungerecht, dass die steigenden Kosten der Pflege von den Betroffenen selbst  gestemmt werden müssen.“ Die aktuelle Regelung der Pflegeversicherung treibe viele Menschen an den Rand ihrer finanziellen Existenz. Im Bundesdurchschnitt müssen zurzeit jeden Monat 1.750 Euro aus eigener Tasche für einen Pflegplatz im Seniorenzentrum bezahlt werden.

Zum Vergleich: Ende 2017 lag das durchschnittliche Netto-Renteneinkommen in den alten Bundesländern bei monatlich 1.231 Euro und in den neuen Bundesländern bei 1.169 Euro.

Die Kosten können aus eigenem Einkommen nicht mehr aufgebracht werden, so. Das führe dazu, dass Menschen Sozialhilfe in Anspruch nehmen müssen. Und das wiederum belaste die kommunalen Haushalte und sei darüber hinaus den Pflegebedürftigen gegenüber unwürdig und führe auch bei den Angehörigen zu extremen Unsicherheiten.

Die AWO fordert deshalb einen gesetzlich definierten und verlässlich abgesicherten Höchstbetrag für die Eigenanteile. Steigende Kosten müssten dann aus Mitteln der Pflegeversicherung getragen werden. „Die Pflegeversicherung muss endlich zu einer echten Teilkasko-Versicherung werden!“

Weitere Nachrichten

Meldung vom 13.05.2019
Am 25. Mai lädt die AWO zum Stadtbezirksfest mit einem bunten Programm für Jung und Alt nach Aplerbeck. weiterlesen
Meldung vom 13.05.2019
74.000 Menschen haben deutlich gemacht, dass der Eigenanteil in der Pflege begrenzt werden muss. Am 24. Juni wird entschieden, was mit der Petition weiter geschieht. Bis dahin müssen wir auch die letzten Vorbehalte ausräumen. Darum sammeln wir Ihre Forderungen und wollen sie vor der Entscheidung dem Bundesgesundheitsministerium übergeben. Damit klar ist: Die Situation von Betroffenen darf nicht länger hingenommen werden! weiterlesen
Meldung vom 10.05.2019
Kinder-und Jugendwettbewerb startet im AWO-Jubiläumsjahr weiterlesen
Meldung vom 08.05.2019
Die AWO ist gemeinsam mit den Dortmunder Wohlfahrtsverbänden dabei, um mit den Dortmunder*innen ins Gespräch zu kommen. weiterlesen
Meldung vom 08.05.2019
Großdemo am 19. Mai in Köln / AWO NRW unterstützt Kundgebungen im Vorfeld der Europawahl. weiterlesen
Meldung vom 25.04.2019
Traditionell lädt der DGB am 01. Mai zur Kundgebung in den Westfalenpark ein und die AWO UB Dortmund beteiligt sich daran. weiterlesen
Meldung vom 23.04.2019
Die Assistenzagentur der AWO bietet in Zusammenarbeit mit dem ADFC und der dobeq GmbH vom 30.04.19 bis zum 10.05.19 Aktionen ‚Rund ums Rad‘ für Menschen mit und ohne Behinderungen in Dortmund an. weiterlesen
Meldung vom 08.04.2019
Unter dem Motto „Man ist nie zu klein, um großartig zu sein“ feierte die neue AWO-Kita an der Braunschweiger Straße am Freitag ein halbes Jahr nach Start ein großes Eröffnungsfest. weiterlesen
Meldung vom 01.04.2019
Wohnraum in NRW ist Mangelware und schon jetzt für viele Menschen unbezahlbar. Die Landesregierung plant, wichtige Regelungen zum Schutz der Mieterinnen und Mieter zu streichen. Dagegen hat sich ein Bündnis formiert, dem auch die AWO angehört. weiterlesen
Meldung vom 26.03.2019
Zum Tag gegen Rassismus, am 21.03.2019, hat die AWO UB Dortmund einen Flashmob vor der Reinoldikirche in der Dortmunder Innenstadt zur Mittagszeit organisiert. weiterlesen