Roma-Kulturfestival „Djelem Djelem“ startet am 12.09.2019 mit vollem Programm an 9 Tagen

09.09.2019

Zum sechsten Mal lädt das Roma Kulturfestival Djelem Djelem in Dortmund zu Konzerten, Theater und Filmen, Ausstellung, Diskussion, Lesung sowie einem Familienfest an neun verschiedenen Orten der Stadt. Mit dabei sind u.a. der Kulturort Depot, das Dietrich-Keuning-Haus und das domicil, das Literaturhaus und die Auslandsgesellschaft. Über 30 Partner wirken am Programm mit, das fast vollständig kostenlos ist – vom Film bis zur Fachtagung. Veranstalter sind AWO Unterbezirk Dortmund, Stadt Dortmund, Theater im Depot, Romano Than e.V. und Carmen e.V..

Über die Jahre hat sich das Kulturfestival mit seiner Vielfalt und seinem Umfang zu einem der bedeutendsten Roma-Festivals in Deutschland und darüber hinaus entwickelt. 2015 erhielt „Djelem Djelem“ den Integrationspreis der Stadt Dortmund. 2017 war das Festival Preisträger des Bundeswettbewerbs „Aktiv für Toleranz und Demokratie“ des Bündnisses für Demokratie und Toleranz.

Los geht es am Donnerstag, 12. September, 14 bis 18 Uhr mit einem Familienfest auf dem Nordmarkt mit abwechslungsreichem Bühnenprogramm und vielen Angeboten für Kinder. 

Mit einem SchülerTalk ist das Festival am Freitag, 13. September, 14 Uhr im Helmholtz-Gymnasium zu Gast: Eine Lehrerin und ein Theatermacher und Anti-Rassismus-Trainer sprechen mit jungen Musikern und Roma-Aktivisten über die Situation der Roma in Dortmund.

Am Samstag, 14. September wird der Weltkindertag auf dem Friedensplatz gefeiert, und Djelem Djelem ist mit dabei. Abends (18 Uhr) ist das Jugendtheater Playhood Theatre Bukarest (Rumänien) im Theater im Depot zu Gast und spielt „FORMA“, ein selbstverfasstes Stück über Verständigung, ohne Worte, nur mit Mitteln der Improvisation, der Pantomime und des Tanzes.

„Roma und Hochzeiten“ ist der Titel einer Ausstellung, die am Sonntag, 15. September, 18 Uhr in der Halle im Depot eröffnet. Zu sehen sind Fotografien aus Stolipinovo von Aydın Çetinbostanoglu. Um 19 Uhr beginnt im Kino sweetSixteen im Depot der Film „Just the Wind“, ein hochpolitischer Streifen über Mordanschläge auf Roma-Familien.

Zu einer Buchpräsentation mit Diskussion lädt am Montag, 16. September, 19 Uhr die Auslandsgesellschaft: Vorgestellt wird das Buch „Innenansichten aus Leben und Kultur der Sinti & Roma“ von Mare Manuscha. Die Mit-Herausgeberin Cornelia Wilß wird mit dem Schauspieler und Dichter Nedjo Osman über das Buch und sein Konzept des Europäischen Roma Theaters sprechen.

Literarisch geht es weiter am Dienstag, 17. September: Um 19 Uhr liest Daniel Berger im literaturhaus.dortmund aus „Die Morgendämmerung der Worte“. Das Buch ist ein Gedichtband – ein einzigartiger Poesie-Atlas der Roma und Sinti und Ergebnis einer jahrelangen Recherche. Die Lesung wird musikalisch begleitet von Lukan und Eduard Amar.

Das Theaterstück „Heroes“ von Romano Svato (Wien/Österreich), ein Psychodrama aus der Illegalität, zeigt das Theater im Depot am Mittwoch, 18. September, 19.30 Uhr. In der Abschiebehaft treffen drei Frauen aufeinander. Es entwickelt sich eine dramatische Handlung, die die Frage nach der Rolle von Schleppern und Machtverhältnissen stellt, nach Fluchtgründen und vermeintlich sicheren Zufluchtsländern.

Am Donnerstag, 19. September, 14 Uhr sind im Dietrich-Keuning-Haus die Ergebnisse eines Forschungsprojekts von Studierenden zu sehen: Im April forschten 15 Studierende der FH Münster in Plovdiv, der zweitgrößten Stadt Bulgariens, zu Familie, Diskriminierung und Armut in Stolipinovo. Jugendliche aus Plovdiv sind an diesem Abend anwesend und stellen gemeinsam mit Jugendlichen aus Dortmund ihr transnationales Radioprojekt „Radio Plovmund“ unter dem Titel „Geschichten einer Jugendbewegung“ multimedial vor.

Auch das Schauspiel Dortmund ist mit dabei: Am Donnerstag um 20 Uhr gibt es im Studio des Schauspiels eine Diskussion und ein Konzert mit Sonja Eismann vom Missy Magazine und Mindj Panther (Romnja-Rap). Sonja Eismann spricht über die vier Wellen des Feminismus, die feministischen Romnja-Rapperinnen Mindj Panther aus Wien knüpfen mit ihren provokanten Texten und Balkanbeats an.

Ausschließlich an Fachkräfte richtet sich der Workshop „Kennen – Erkennen – Anerkennen“ am Freitag, 20. September im Depot. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der pädagogischen und sozialen Arbeit sind eingeladen, sich persönlich mit Vorurteilen, Selbst- und Fremdbildern auseinanderzusetzen (Anmeldung erforderlich).

Das Festival endet am Freitag mit einem Flamenco-Abend mit Rafael Cortés. Der Eintritt zum Flamenco-Abend kostet 20 Euro.

Programm 2019

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