Förderverein des Krisenzentrums spendiert Gedenktafel für Dortmunder Suizidopfer

14.09.2020

Mehr als 50 Menschen töten sich jedes Jahr selbst. Das ist nur die Zahl für Dortmund. Weltweit sind es eine Million. Der Mann, der diese Zahlen aussprach, muss es wissen: Johannes Kettler ist seit Jahren Leiter des Krisenzentrums Dortmund. Am Donnerstag, dem Internationalen Tag der Suizidprävention, sprach er auf der großen Wiese im Stadewäldchen zu gut 50 Gästen. Dort, auf dieser Wiese, steht seit dem vergangenen Jahr ein Ginkgobaum, der an die Dortmunder*innen erinnern soll, die sich das Leben nahmen. Auf schmalen Bändern, die am noch kleinen Baum hängen, stehen deren Namen.

Gestern wurde nun die Tafel eingeweiht, die den Passant*innen beschreibt, warum dieser Baum dort steht. Wer ein wenig mit Blick auf Baum und Tafel verweilen will, kann sich auf die ebenfalls neue Bank setzen, die am Weg aufgestellt wurde. Zur Feier war auch die AWO-Vorsitzende Anja Butschkau gekommen. Das Krisenzentrum ist über das Klinikum Westfalen, das die Trägerverantwortung übernommen hat, korporatives Mitglied im Verband Arbeiterwohlfahrt.                 AWO Vorsitzende Anja Butschkau und Sozialdezernentin Birgit Zoerner

Das Krisenzentrum Dortmund hilft allen erwachsenen Menschen umgehend, die sich im Leben nicht mehr zurechtfinden und Hilfe brauchen. Innerhalb weniger Tage erhalten sie einen Termin zur Beratung. Bei Bedarf können vier weitere Termine mit den Therapeut*innen vereinbart werden. Dieses Angebot ist für die Hilfesuchenden kostenlos. Finanziert wird die Beratungsstelle vom Träger, von der Stadt Dortmund und vom Land Nordrhein-Westfalen. Spenden nimmt der Freundes- und Förderkreis Krisenzentrum an. Die Beratungsstelle ist in Hörde an der Wellinghofer Straße 21.

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