Alles dafür tun, damit Kitas geöffnet bleiben

01.12.2021

Köln, 30.11.2021 – Angesichts enorm steigender Corona-Infektionszahlen brauchen die
Kindertageseinrichtungen nach Ansicht der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien
Wohlfahrtspflege NRW (LAG FW) Unterstützung seitens des Landes NRW. „Der
zunehmende Krankenstand der Erzieherinnen und Erzieher gefährdet die
Betreuungsmöglichkeiten. Ziel muss es sein, die Kitas in den nächsten Wochen weitgehend
offen zu halten“, so Dr. Frank Johannes Hensel, Vorsitzender der LAG FW.

„Unbedingt wichtig ist deshalb eine Neuauflage des Kita-Helfer-Programms durch das Land.“ Nur
so könne die Arbeit in den Kitas weitgehend stabilisiert werden – im Sinne der Kinder und ihrer
Familien. Das Landesprogramm war Ende Juli 2021 ausgelaufen. Rund 250 Millionen Euro waren
zur Finanzierung zusätzlicher Hilfskräfte im nichtpädagogischen Bereich sowie als Entlastung der
Träger für gestiegene Kosten für Arbeitsschutz- und Hygieneausrüstung zur Verfügung gestellt
worden. Ein annähernder Normalbetrieb, so Hensel, könne nur gewährleistet werden, wenn dieses
Programm wieder auflebt.

Außerdem fordert die LAG FW die Ausweitung der PCR-Lolli-Testungen möglichst für alle Kitas in
Nordrhein-Westfalen. „Die guten Erfahrungen in der sicheren Erfassung von Infektionen bei den
Kindern sprechen dafür, mit diesem deutlich besseren Testverfahren das Infektionsgeschehen in
den Einrichtungen einzudämmen“, so Hensel.

Die LAG FW weist mit Sorge darauf hin, dass trotz hoher Inzidenzen zuletzt eine deutlich
gesunkene Mitwirkungsbereitschaft der Eltern an einer freiwilligen Testung der Kinder zu Hause
festzustellen war. Hensel: „Die Tests werden nur noch unregelmäßig nachgefragt.“ Das gefährde
das von allen Akteuren gemeinsam angestrebte Ziel, Betreuungs- und Bildungseinrichtungen im
Sinne der Kinder, aber auch der Eltern und Familien, geöffnet zu halten.

Die Freie Wohlfahrtspflege fordert das Land darüber hinaus auf, dem Personal in Kitas rasch und
gezielt zu Booster-Impfungen zu verhelfen. „Erzieherinnen und Erzieher gehören zu den
Berufsgruppen, die durch ihre tägliche Arbeit dringend auf einen wirksamen Impfschutz
angewiesen sind“, so Hensel. Mit einer schnellen Booster-Impfung sollten die Abwehrkräfte gegen
Corona in dieser gefährdeten Berufsgruppe besonders unterstützt werden.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW (Pressemitteilung)

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