Gelungene Premiere: Erstmals gab es das „Herderlezi-Straßenfestival“ auf dem Nordmarkt

10.05.2022

Die Roma-Communities feierten mit vielen Gästen Frühlingsbeginn

Gelungene Premiere auf dem Nordmarkt: Erstmals fand das „Herderlezi-Straßenfestival“ in der Nordstadt von Dortmund statt. Damit feiern Roma den Frühlingsbeginn. Nach dem Roma-Kulturfestival, welches seit neun Jahren erfolgreich stattfindet, gibt es nun ein neues Format.

Das Fest steht in Verbindung mit Hoffnungen, Perspektiven und Wünschen.

Der Feiertag Herderlezi, auch unter den Namen Djurdjevan oder Hıdırellez bekannt, wird im christlich-orthodoxen Raum St. Georgstag genannt. Er ist nicht nur in den Gemeinschaften der osteuropäischen Rom:nja eins der wichtigsten kulturellen Feste: Auch in einigen muslimischen, alevitischen und yezidischen Gemeinden wird dieser Tag zelebriert.

Zu Ehren des Festes finden bereits Tage vorher aufwendige Reinigungsrituale und zeremonielle Abläufe statt. Im Mittelpunkt steht die Familie: Es werden Verwandte und Nachbarn besucht, um gemeinsam zu Essen und zu feiern. Kinder bekommen an diesem Tag kleine Aufmerksamkeiten.

Das Fest steht sehr in Verbindung mit Hoffnungen, Perspektiven und Wünschen: Diese werden beispielsweise als Ritual in der Nacht zuvor auf kleine Zettel notiert und in spezieller Weise platziert in der Hoffnung, dass sie von den Naturgeistern erhört werden. Das Fest steht daher nicht nur für den Frühling, sondern auch für spirituelle Reinigung und Neuanfang.

Romano Than, AWO, Grünbau, Stadtteilschule und Stadt kooperierten

Erstmals wurde das Fest gemeinsam und öffentlich auf dem Nordmarkt gefeiert. Dabei arbeiteten u.a. Romano Than, AWO, Grünbau, Stadtteilschule und Stadt dabei Hand in Hand. Das Engagement wurde belohnt - die Resonanz war sehr groß.

Es gab Musik und Tanztheater auf der Bühne. Auf dem Platz verteilt fanden sich viele Angebote für Kinder und Jugendliche: Von Hüpfburg über Malaktionen bis zum Kickertunier. Rom:nja selbst haben auf dem Fest ihre Arbeit und Projekte vorgestellt.

Wer ein T-Shirt mitbrachte, konnte sich ein individuelles Logo am Stand der Digitalwerkstatt darauf drucken lassen, die AWO überraschte beim Glücksrad und „vast vasteste“ sorgte für Buttons. Informationsangebotgab es u.a. von BackUp, die bei Fällen von rechtsextremer Gewalt beraten, und von der IG BAU, die im Rahmen des Tages Beratung zum Themengebiet Arbeitsrecht auch auf Romanes angeboten haben!

Kostenlose Angebote und eine Gadjé-Beratungsstelle

Für die Gadjé-Besucher:innen (damit sind Mitglieder der weißen Mehrheitsgesellschaft gemeint) gab es eine exklusive Beratungsstelle, bei der Interessierte Fragen zu Kultur und Geschichte der Rom:nja und Sinte:zze stellen konnten.

Dank der Unterstützung zahlreicher Akteure in der Stadt und der Stadt und ihrer Einrichtungen selbst, die das Fest gefördert haben und als Kooperationspartner die Organisation unterstützen, waren der Eintritt und die Nutzung aller Angebote vollkommen kostenlos.

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