Vorsitz der Dortmunder Wohlfahrtsverbände übergeben

Beim Jahresempfang der Dortmunder Wohlfahrtsverbände übergab die AWO Dortmund mit Geschäftsführer Tim Hammerbacher mit einem symbolischen „Staffelstab“ den Vorsitz an die Jüdische Kultusgemeinde und begrüßte Leonid Chraga und Hannelore Feldermann als neue Sprecher*in der Arbeitsgemeinschaft. In den kommenden 12 Monaten vertreten sie nun die Wohlfahrtsverbände Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Diakonie, Deutsches Rotes Kreuz, der Paritätische und die Jüdische Kultusgemeinde in politischen Gremien oder in Verhandlungen mit der Stadt Dortmund. Die sechs Verbände setzen sich mit ihren insgesamt 20.000 Mitarbeitenden gemeinsam für ein soziales Dortmund ein und vertreten insbesondere die Interessen von benachteiligten Menschen, unabhängig von Nationalität, Religion und Weltanschauung.

In einem Grußwort vor rund 120 Gäste aus dem Sozialbereich, der Politik und den Spitzen der Stadtverwaltung hob Oberbürgermeister Alexander Kalouti die Sprecherrolle der jüdischen Kultusgemeinde als „starkes und gutes Zeichen für gelebte Vielfalt“ hervor. Und er prognostizierte, dass 2026 ein wichtiges Jahr werde: Die AGV bewege mit 20.000 hauptamtlichen Mitarbeitenden und rund 3.000 Ehrenamtlichen ein Umsatzvolumen von ca. 500 Millionen Euro pro Jahr. Für die Stadtgesellschaft, so der OB, sei die soziale Arbeit der Verbände eine Investition in Stabilität und Teilhabe. Frauke Füsers, seit Anfang November 2025 Sozialamtsleiterin, lobte die gute Struktur in Dortmund als stabile Basis und die gute Abstimmung zwischen Verwaltung und Verbänden.

Im Interview mit der Journalistin Christiane Poertgen zur Staffelstabübergabe gab es einen kleinen Rückblick auf das letzte Jahr mit AWO-Geschäftsführer Tim Hammerbacher, der den gelungenen Abschluss der Rahmenverträge hervorhob wie auch das enge Zusammenrücken der Verbände und den guten Austausch mit Stadt und Verwaltung.

Leonid Chraga und Hannelore Feldermann gaben abschließend einen Ausblick auf die Herausforderungen des Jahres 2026: Beide hoben vor dem Hintergrund einer spürbaren sozialen Anspannung in Dortmund mit steigenden Anforderungen und wachsenden Sparmaßnahmen das Thema Armut bzw. Altersarmut als Kernthema.

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