Pflegende Angehörige stehen im Alltag häufig vor großen Herausforderungen. Zwischen Verantwortung, Fürsorge und Organisation bleibt die eigene Erholung oft auf der Strecke. Umso wichtiger sind Angebote, die gezielt Raum für Entlastung und Selbstfürsorge schaffen. Ein solches Angebot war der achtwöchige Kurs „Zeit für mich“, der jetzt erfolgreich abgeschlossen wurde.
Acht Teilnehmer*innen nutzten die Gelegenheit, verschiedene Techniken zur Stressbewältigung, Achtsamkeit und Entspannung kennenzulernen und in ihren Alltag zu integrieren. Begleitet wurde der Kurs von Ilka Klapproth, Trainerin und Supervisorin für Achtsamkeitsverfahren. Neben praktischen Übungen bot das Angebot auch die Möglichkeit zum Austausch mit Menschen in einer ähnlichen Lebenssituation.
Im Mittelpunkt standen Übungen zur Stressregulierung, Achtsamkeits- und Entspannungstechniken sowie die bewusste Wahrnehmung eigener Bedürfnisse. Die regelmäßigen Treffen ermöglichten es den Teilnehmenden, die erlernten Methoden zu vertiefen und neue Wege zu finden, mit den Belastungen des Pflegealltags umzugehen.
Eine Besonderheit des Angebots bestand darin, dass die zu pflegenden Angehörigen während der Kurszeiten in der AWO-Tagespflege betreut werden konnten. Dadurch war es den Teilnehmenden möglich, die Zeit ganz für sich zu nutzen und neue Kraft zu schöpfen.
Unterstützt wurde der Kurs durch den Förderverein des Eugen-Krautscheid-Hauses, der das Angebot mit einer Spende in Höhe von 900 Euro ermöglichte. Mit diesem Engagement leistet der Förderverein einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung pflegender Angehöriger, deren wertvolle Arbeit oft im Verborgenen geschieht.
Die positive Resonanz der Teilnehmenden zeigt, wie groß der Bedarf an Entlastungs- und Unterstützungsangeboten für pflegende Angehörige ist. Der Kurs „Zeit für mich“ bot ihnen nicht nur praktische Hilfen für den Alltag, sondern auch eine regelmäßige Auszeit zum Durchatmen, Krafttanken und Wohlfühlen.
