
Die AWO-Begegnungsstätte in Aplerbeck hat sich in den letzten Jahren zu einem Treffpunkt in erster Linie für Seniorinnen und Senioren entwickelt. Trotz der Größe, war die technische Ausstattung der Begegnungsstätte sehr bescheiden. Um die Barrierefreiheit optimal zu entwickeln, wurde ein Mehrjahresplan von der Begegnungsstättenleitung vorgedacht, unter Berücksichtigung des finanziellen Aufwandes. Zielsetzung dabei war und ist, dass mit der Optimierung schrittweise Menschen angesprochen werden können, die bisher wegen verschiedener Einschränkungen nicht am Gemeinschaftsleben teilnehmen konnten oder wollten. Die bauliche Ausstattung der Begegnungsstätte ist tatsächlich schon als gut zu bezeichnen. Der stufenlose Zugang, die Toilettenanlagen,entsprechen den Vorgaben der baulichen Barrierefreiheit. Rollstuhl- und Rollatorenfahrer haben ausreichend Bewegungsfreiheit in der gesamten Einrichtung. Auch der Weg von ca. 100 m zur Bushaltestelle und die Fahrgastaufnahme für Taxen direkt vor der Tür, sind gut gelöst.
Ein vielleicht unterschätzter Teil der Barrierefreiheit, ist die notwendige Voraussetzung für optimales Hören in einem großen Raum. Erst wenn man sich mit Menschen unterhält, die unter einer Hörbeeinträchtigung leiden, erfährt man, was alles dazu gehört. Auch moderne Hörgeräte können nicht das natürliche Hören ersetzen. Die Ohren und das Gehirn bilden beim Hören eine Einheit, die bei hörbeeinträchtigen Menschen nicht gut funktioniert. Gerade in Räumen mit einer Grundlautstärke, dem Stimmengewirr vieler Menschen, Nebengeräusche aller Art, kann das nur mit moderner Technik begegnet werden. Nun wurde die Begegnungsstätte in Aplerbeck mit einer hochmodernen akustischen Anlage ausgestattet. Dazu gehören eine Vielzahl Lautsprecher, die im Raum verteilt werden, ein optimierendes computer-
gesteuertes Audiosystem und Zusatzgeräte, die auf individuelle Hörsysteme Einfluss nehmen. Damit wird das Hören deutlich verbessert. Resultierend daraus, ist für hörgeschädigte Menschen der Besuch z. B. von Vorträgen oder auch das gemeinsame Singen, wesentlich wahrnehmbarer. „Man gehört wieder dazu“, so formulierte das eine Besucherin. „Es ist weniger anstrengend. Insgesamt deutlich angenehmer“.
Barbara Blotenberg Leiterin der Begegnungsstätte, sieht darin einen bedeutenden Schritt zur Schaffung der Barrierefreiheit. Der Dank geht an die Bezirksvertretung Aplerbeck und an die Sparkasse Dortmund, die mit einer finanziellen Unterstützung erst diese Maßnahme ermöglichen konnten.
Doch das Ziel ist noch nicht ganz erreicht. Der nächste Schritt ist ein Beamer und eine Leinwand. In Verbindung mit der Raumakustik eröffnen sich damit weitere Möglichkeiten für die Besucherinnen und Besucher der Begegnungsstätte.